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May 31 2017

Liebes Tagebuch (Mai)

Ab Morgen bin ich wieder angestellt. Komisches Gefühl, aber die neuen KollegInnen haben mir eine Postkarte geschickt, in der sie mich baten, doch bitte nicht vor halb zehn im Büro aufzuschlagen, wenn ich an meinem ersten Arbeitstag nicht auch der erste im Büro sein will und das fand ich schon wieder sehr herzig. Ach ja, wer wissen will, wo ich eigentlich bin und was ich da mache, das aktualisiere ich alles morgen.

Ansonsten war der Mai tatsächlich sehr voll: Natürlich zuallererst wegen der re:publica, über die hab ich aber schon geschrieben.

Dann waren wir im Urlaub. So richtig Urlaub. Eine ganze Woche weg, in Irland mit wandern und Sachen anschauen und gut essen und gemütlich herumsitzen und lesen und all dem, was man in einem Urlaub so macht. Ich glaube, das sollte ich öfter machen. Das letzte mal, dass ich eine ganze Woche irgendwohin bin und Urlaub gemacht habe, war erschreckenderweise im März 2006.

 

Wir waren vor allem im Nordwesten, die Wild Antlantic West Road entlang. Der name ist auch nicht schlecht gewählt, denn es hat ordentlich gezogen und war auch nicht wirklich warm - was aber super zum Wandern gewesen ist. Wir sind über Strände und Klippen gelaufen und sind auf den Diamond Hill im Connemara National Park geklettert. Es gab einen tollen Rundweg durch den Burren und wir fanden heraus, dass man für gutes vegetarisches Essen am besten einfach nur in den nächsten Pub geht statt in teure Restaurants. Wer mehr wissen mag: Ein bisschen über Irland erzählt hab ich letztens in unserem Podcast.

A propos Podcast: Letztes Wochenende fand in Köln die Role Play Convention statt. Die gab sich wieder alle Mühe, durch ihre wirklich bescheuerte Standplanung dafür zu sorgen, dass es völlig unmöglich war, sich zurechtzufinden. Wer auf die Idee kam, alles durcheinanderzuwerfen - wahrscheinlich mit der Absicht, für mehr Vermischung zu sorgen - gehört nachträglich noch mal mit 10 Stunden David Hasselhoff zugedröhnt. Das sorgte nämlich lediglich dafür, dass man niemanden gefunden hat und um innerhalb eines Interessensgebietes von einem Stand zum nächsten zu kommen immer wieder eine Ewigkeit laufen und suchen zu müssen. Und das Problem, dass die Besucher die untere Halle gar nicht erst finden hat man seit letztem Jahr auch nicht gelöst. Aber egal, die RPC ist für mich in Sachen LARP ungefähr das, was die re:publica zum Thema Internet ist: Ich treffe all die tollen und ein bisschen verückten Leute, die da unterwegs sind und da ist es am Ende egal, ob die Location saugt.

Gefreut habe ich mich vor allem, dass ich mich mit Tommy Krappweis unterhalten konnte. ich spreche ja Menschen nicht gerne einfach so an, wenn ich keinen konkreten Anlass habe (oder finde), daher war ich ganz froh, dass ich tatsächlich was mit ihm zu besprechen hatte - ich führe nämlich beim kommenden Conquest durch das Abendprogramm der Pre-Party und da ist Tommy einer der Gäste, mit denen ich in einem Interviewpanel reden werde. Und als Bonus hat er mir auch gleich noch die Gelegenheit gegeben, Professor Simek die Hand zu schütteln, den ich seit Jahren bewundere (der ein oder andere kennt ja vielleicht mein Interesse an vorchristlichen Kulturen).

Jetzt hab ich aber die Überleitung mit dem Podcast begonnen und das hat auch einen Grund: Ich habe nämlich ziemlich lange mit Jan geredet und ihn dann gefragt, ob er Lust hat, an einem halbwegs regelmäßigen Podcast über LARP-Themen mitzumachen. Er fand das prima, wir haben uns direkt für den Dienstag drauf verabredet und schwupp: die erste Folge ist auch schon online. Das heißt, ich habe es endlich geschafft, mit dem We Know Kung Fu Podcast auch das zu machen, was ich ursprünglich damit vorhatte, nämlich mit Menschen, die sich zwar auskennen, aber dadurch dass sie eher im Hintergrund arbeiten, nicht wirklich sichtbar sind, über ihr Thema zu sprechen.

War noch was? Ja, ich war vier mal beim Zahnarzt und muss noch mindestens zwei mal hin. Darauf hätte ich doch lieber verzichtet.

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Schweinderl